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Unser Schulkonzept

Die Steuergruppe der Schule hatte es sich bei ihrer Gründung im Jahr 2014 zu ihrer ersten großen Aufgabe gemacht, das bisherige Konzept der Schule gründlich zu prüfen. Schließlich wurde dieses bereits Anfang 2011, also noch vor Eröffnung der Schule, vom damaligen Gründungsbeirat erarbeitet.

Bei der Überarbeitung des Konzepts standen nun folgende Fragestellungen im Fokus:

Welche Konzepte haben den Weg vom gedruckten Papier in eine gelebte Schulrealität geschafft?

Welche Elemente konnten sich im Schulalltag nicht durchsetzen?

Welche Elemente fehlen, welche sind nicht mehr zeitgemäß formuliert?

Was als überschaubare Aufgabe erschien, hat sich doch als eine Art Großauftrag entpuppt. In einer zweijährigen, intensiven und befruchtenden Zusammenarbeit von Schulleitung, Lehrkräften, Eltern, Schülerinnen und Schülern wurde jedes Wort, jeder Satz, jede Formulierung, jede Struktur einer eingehenden Prüfung unterzogen. Die Vielfalt der Mitdenkenden und Mitgestaltenden sorgte für eine Bereicherung, Erweiterung und Verbesserung des Ursprungstextes, auch wenn sich alle zwischenzeitlich die Frage stellte, ob denn die Arbeit überhaupt ein Ende finden würde.
Doch in der Tat, nun ist es vollbracht, nach Beschluss durch die Schulkonferenz am 04.06.2018 ist das neue Schulkonzept da!

Unverändert basiert das verbesserte Konzept auf den gleichen pädagogischen Ideen und Überzeugungen wie die ursprüngliche Fassung. Von daher gilt weiterhin:

Die Oberschule am Barkhof ist eine Schule für alle Schülerinnen und Schüler des Stadtteils Schwachhausen in Bremen.

Fortschrittliche pädagogische Konzepte und innovative Unterrichtsmethoden berücksichtigen den Umstand, dass eine Vielfalt an unterschiedlichen Persönlichkeiten mit unterschiedlichen Leistungs- und Entwicklungspotenzialen die Schule besucht. Dabei gilt vor allem: "Vielfalt ist Reichtum"!

Hier finden Sie einzelne Auszüge aus dem Konzept:

Für alle Lehrkräfte unserer Schule besteht die wichtige Querschnittsaufgabe darin, den Schülerinnen und Schülern allgemeine Lernmethoden und -kompetenzen zu vermitteln, die man unter der Bezeichnung „das Lernen lernen“ zusammenfassen kann.

Hier sind vor allem zu nennen:

Die Steuerung des eigenen Lernverhaltens,
die bewusste Anwendung von Lerntechniken,
die Präsentation von Arbeitsergebnissen,
die Entwicklung und Bearbeitung eigener Aufgaben und Fragestellungen und
die Reflexion des eigenen Lernverhaltens.
Um eine stetige Weiterentwicklung dieser Kompetenzen zu gewährleisten, müssen alle Fächer für diesen Bereich Zeit und Aufmerksamkeit aufwenden. Auf folgende Vorgehensweisen hat sich das Kollegium geeinigt:

A) Arbeitsplanunterricht
An mindestens sechs Stunden pro Woche lernen die Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Arbeitsplanunterrichts (→Konzept „Arbeitsplanunterricht“). Die Unterrichtszeit für den Arbeitsplanunterricht wird von verschiedenen Fächern zur Verfügung gestellt, wie es im Arbeitsplankonzept der Schule ausgeführt ist. Der Arbeitsplanunterricht basiert auf zwei Kernideen:

Individualisierung (Unterrichtsinhalte, Lernmenge, Lernwege)
Förderung des selbstständigen Lernens
Eine erhöhte Individualisierung und Selbststeuerung bei Lernprozessen kann nur erreicht werden, wenn eine Außensteuerung verringert wird. Daraus folgt, dass die Rolle der Lehrkräfte im Arbeitsplanunterricht der eines Lernbegleiters und Lernberaters ähnelt.

Die Schülerinnen und Schüler lernen im Arbeitsplanunterricht

aus eigenem Antrieb zu arbeiten,
sich Ziele und Herausforderungen zu setzen,
ihre Arbeit zeitlich einzuteilen,
ihre Arbeit zu strukturieren,
die Ergebnisse ihrer Tätigkeit zu überprüfen,
sich mit anderen abzusprechen und zusammen zu arbeiten,
die Unterrichtsangebote und ihr eigenes Lernverhalten zu reflektieren.
Um die Eigenverantwortlichkeit der Schülerinnen und Schüler bezüglich ihres Lernverhaltens zu stärken und den Lehrkräften Zeit für Beratungstätigkeiten zu verschaffen, gibt der Grundsatz „Beratung geht vor Kontrolle“ eine Orientierung. Dabei sollte ein gesundes Maß zwischen Selbst- und Außensteuerung angestrebt werden und eine Kontrolle der Arbeitsergebnisse im Rahmen von regelmäßigen Stichproben erfolgen.

Der Arbeitsplanunterricht beginnt mit einer 20-minütigen Stillarbeitsphase, in der Gespräche nicht gestattet sind. Damit sind in dieser Phase auch Partner- oder Gruppenarbeiten ausgeschlossen.

Der wöchentliche Arbeitsplan endet mit einer Phase im Unterricht, in der die Schülerinnen und Schüler ihr Lernverhalten der vergangenen Woche reflektieren.

B) Projekte
Der Projektarbeit (→Konzept „Projekte am Barkhof“) kommt an unserer Schule als schülerorientierte, differenzierende und Lebenskompetenz vermittelnde Unterrichtsform ein hoher Stellenwert zu. Projektarbeit hat die Erarbeitung eines Produkts und einer Präsentation zum Ziel. Alle Projekte enden aus diesem Grund mit einer Ausstellung oder Präsentation vor der Schulöffentlichkeit. Wichtigstes Charaktermerkmal der Projektarbeit an unserer Schule ist das Erarbeiten und Beantworten von selbst entwickelten Forschungsfragen durch die Schülerinnen und Schüler.

Als weiteres wichtiges Element der Projektarbeit ist das Bemühen aller Fächer zu nennen, im Projektzeitraum inhaltliche Anknüpfungspunkte zum Projektthema zu finden. Somit ist wiederum die Auswahl der Projektthemen davon abhängig, ob sich Bezüge zu den Fachinhalten verschiedener Fächer finden lassen.

In jedem Jahrgang findet mindestens ein Projekt im Zeitraum von etwa 6 Wochen statt. In dieser Zeit stellen drei Fächer je einen Unterrichtsblock für die Projektarbeit der Schülerinnen und Schüler zur Verfügung.

Im Projektkonzept der Schule sind die Oberthemen der Projekte in den verschiedenen Jahrgängen sowie die Fächer, die Unterrichtszeit für die Projektarbeit zur Verfügung stellen, festgelegt.

Folgende Abweichungen sind verabredet:

Das Projekt in Jahrgang 7 enthält ein einwöchiges Sozialpraktikum, ist mit etwa vier Wochen Dauer etwas kürzer und findet nur an zwei Blöcken pro Woche statt.
Für die Projektarbeit im Jahrgang 10 ist im ersten Halbjahr ein Block pro Woche vorgesehen.
Neben diesen Projekten auf Jahrgangsebene gibt es noch folgende Projektformen:

Schulprojekte:
Alle zwei Jahre finden 2 – 3 schulübergreifende Projekttage zu einem Thema statt. An diesen Tagen arbeiten die Schülerinnen und Schüler jahrgangsgemischt an Themen wie z.B. Flucht, Umweltschutz, soziale Gerechtigkeit.

Jahrgangsprojekte:
Der Jahrgang 7 führt Projekttage zum Thema „Schule ohne Rassismus“ durch. Der Jahrgang 10 hinterlässt „Spuren“ mit dem gleichnamigen Projekt.

Fachprojekte:
In verschiedenen Fächern gibt es projektorientierte Arbeitsphasen, wie z.B. „dream house“, „dream school“ (EN), „Außergewöhnliche Wohnhäuser“ (MA).

C) Methodenlernen
Auch der Erwerb methodischer Kompetenzen ist eine Querschnittaufgabe aller Fächer. Hier bilden sich allerdings Schwerpunkte in einzelnen Fächern (z.B. Gesellschaft und Politik, Deutsch), in denen die Anwendung bestimmter Methoden einen größeren Stellenwert als in anderen Fächern einnimmt. Folgende fünf Methoden sind im Methodencurriculum verankert:

„Lernplakat“
„Lesemethode“
„Spickzettel-Vortrag“
„Richtig lernen“
„Schreiben mit Methode“
Weitere Methoden werden in den einzelnen Fächern vermittelt, z.B. „interaktive Präsentation“ oder „Folienpräsentation“.

3.2 Differenzierung
Der Unterricht ist an der Schule grundsätzlich in Form von innerer Differenzierung organisiert, als gemeinsames Lernen in heterogenen Gruppen. In den Fächern mit Fachleistungsdifferenzierung (Deutsch, Englisch, Mathematik, Chemie und Physik) erhalten die Schülerinnen und Schüler eine Niveau-Zuweisung, die allerdings keine Kurszuweisung darstellt. Sie werden weiterhin in einer heterogenen Gruppe, zumeist dem Klassenverband, unterrichtet.

"Innere Differenzierung / Binnendifferenzierung" als durchgängiges Prinzip bedeutet, dass die Schülerinnen und Schüler verschiedene Angebote im Unterricht erhalten und je nach Bedarf Unterstützung erfahren.

Um allen Schülerinnen und Schülern mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten und Interessen in heterogenen Lerngruppen gerecht werden zu können, sind methodische Elemente zur Differenzierung und Individualisierung unabdingbar. Diese sind an unserer Schule z.B. der Arbeitsplan, Projekte, Arbeitsgemeinschaften (Logik-Labor, English-Drama, Literatur-AG) und kooperative Unterrichtsmethoden. Aufgrund dieser Festlegungen verstehen sich die Lehrkräfte als Lehrende, Begleiter und Berater.

Ergänzend dazu gibt es ein Differenzierungsangebot, das ausschließlich für die Schülerinnen und Schüler des G-Niveaus in den Fächern Englisch, Mathematik (ab Jahrgang 7) und Deutsch (ab Jahrgang 8) vorgehalten wird. Hierzu wird dem Jahrgang für jedes der genannten drei Fächer an einem Arbeitsplan-Block pro Woche je eine zusätzliche Fachlehrkraft zugeordnet. Diese Lehrkraft unterstützt nach Bedarf bei der Bearbeitung des Arbeitsplans im jeweiligen Fach. Dieser Unterricht findet in der Regel in einem Differenzierungsraum statt.

3.3 Inklusion
Unserem Leitbild und unseren Grundsätzen folgend befinden wir uns auf dem Weg zu einer inklusiven Schule. Wir begreifen die Vielfalt unserer Schülerinnen und Schüler, der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Voraussetzung für eine lebendige Schulgemeinschaft mit einer unterstützenden und herausfordernden Lernkultur.

Ein Team von Lehrkräften ist innerhalb der Schule im sogenannten „Zentrum für unterstützende Pädagogik“ (ZuP) organisiert und arbeitet unter der Leitung eines Schulleitungsmitglieds. Dieses Team befasst sich damit Unterstützung für Lernprozesse zu planen, durchzuführen und zu reflektieren. Die Unterstützung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den Eltern und kann bei Bedarf auch die Zusammenarbeit mit dem Regionalen Beratungs- und Unterstützungszentrum (ReBUZ) und anderen sozialen Einrichtungen umfassen. Die ZuP-Leitung steht außerdem in regelmäßigem Austausch mit den ZuP-Leitungen der Schulen in der Region.

Um die personellen Ressourcen für Förderung zu bündeln, wird pro Jahrgang eine Klasse eingerichtet, die in der Regel von 5 Schülerinnen und Schülern mit erhöhtem Unterstützungsbedarf in den Bereichen Lernen, Sprache, emotionale und soziale Entwicklung besucht wird. Diese Klassen werden jeweils von einem gleichberechtigten Klassenleitungsteam geführt. Eine der beiden Lehrkräfte verfügt über eine Qualifizierung in Sonderpädagogik /Inklusive Pädagogik und gehört dem ZuP-Team an. Die andere Lehrkraft ist Mitglied des erweiterten „großen ZuP-Teams“. Das Klassenleitungsteam ist eingebunden in sein jeweiliges Jahrgangsteam. Beide Klassenlehrkräfte sind für alle Schülerinnen und Schüler der Klasse zuständig.

In halbjährlich stattfindenden Förderplankonferenzen werden gemeinsam von der Lehrkraft für Sonderpädagogik /Inklusive Pädagogik und den Fachlehrkräften Förderplane für Schülerinnen und Schüler entwickelt und ausgewertet.

In bis zu sieben Unterrichtsblöcken pro Woche wird der Unterricht von zwei Lehrkräften erteilt – der jeweiligen Fachlehrkraft und der Lehrkraft für Sonderpädagogik /Inklusive Pädagogik. Durch die Kooperation der Lehrkräfte kann individualisiertes und kooperatives Lernen in der Gemeinschaft gezielter unterstützt werden. Die Doppelbesetzung in der Klasse erfolgt in der Regel in den Kernfächern Deutsch, Mathematik, Englisch und in den Arbeitsplanstunden.

Ergänzend zum gemeinsamen Unterricht gibt es eine Förderung in einer Kleingruppe parallel zum Unterricht der zweiten Fremdsprache.

3.4.1 Konfiktbewältigung
Die Konzeption der Schule und des Unterrichts erzeugt ein Lernumfeld, in dem die Schülerinnen und Schüler gerne lernen und an ihren Aufgaben wachsen. Lernen, Leistung und Engagement betrachten wir als etwas Positives. Wir verzichten auf ein Lernen unter fremdgesteuertem Druck, trauen und muten den Schülerinnen und Schüler gleichzeitig jedoch Vieles zu.

Dabei achten wir darauf, die Schülerinnen und Schüler weder zu überfordern noch zu unterfordern. Dieses pädagogische Vorgehen führt dazu, dass die Schülerinnen und Schüler Selbstvertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten entwickeln und ihre Selbstwirksamkeit erfahren. Dies sind grundlegende Faktoren, die zu einer Ich-Stärkung beitragen, Lebenskompetenz befördern und das Leben in der Schulgemeinschaft positiv beeinflussen.

Der Barkhof ist ein Ort an dem auch gelernt wird, wie wir in einer großen Gemeinschaft miteinander umgehen, so dass sich alle willkommen und akzeptiert fühlen. Wie in jeder Gemeinschaft üblich, kommt es auch in unserer Schule zu Konflikten. Diese müssen ausgehalten und konstruktiv bearbeitet werden.

Neben der oben beschriebenen pädagogischen Grundhaltung haben wir noch folgende Elemente für die Förderung und Stärkung der Gemeinschaft und der konstruktiven Bewältigung von Konflikten vorgesehen:

Klassenrat:
Jeder Klasse steht pro Woche ein Zeitfenster für die Angelegenheiten der Klassengemeinschaft zur Verfügung. In dieser Zeit findet unter anderem der Klassenrat (siehe 6.3 Wochenstruktur“) statt, der von den Schülerinnen und Schüler selbständig moderiert und durchgeführt wird. Im Klassenrat wird gemeinsam versucht, Lösungen bei Konflikten zu finden. Die Schülerinnen und Schüler lernen, dass Konflikte zum Leben in einer Gemeinschaft dazugehören und dass es Wege und Möglichkeiten gibt, diese gemeinschaftlich zu lösen. Die Lehrkraft gibt bei Bedarf Hilfestellungen zur Konfliktlösung. Hierbei wird auf Materialien zurückgegriffen, die einerseits eine Ich-Stärkung zum Ziel haben, andererseits soziale Kompetenzen stärken (z.B. „Lions quest“).

Jahrgangsfahrten: (siehe 4.3 Klassen- und Jahrgangsfahrten)
Schüler/innenvertretung (SV):
Regelmäßig treffen sich die Klassensprecherinnen und -sprecher, um beispielsweise über Konflikte, die die Jahrgänge bzw. die Schule betreffen, zu beraten. Gemeinsam werden Lösungsansätze diskutiert und erarbeitet. Hierbei erfahren insbesondere die älteren Schülerinnen und Schüler ihre Kompetenz als Ratgebende und Konfliktlösende.

Vertrauenslehrkräfte:
Die Schule verfügt über zwei Vertrauenslehrkräfte, die von den Schülerinnen und Schülern gewählt werden. Wenn eine Konfliktlösung weder im Klassenrat noch in der SV erfolgen kann, so können sich die Kinder an Erwachsene wenden, die ihnen Lösungsmöglichkeiten anbieten. Grundsätzlich sind natürlich alle Lehrkräfte bemüht, den Schülerinnen und Schülern bei der Lösung von Konflikten zur Seite zu stehen.

Sozialpädagogin:
Der Schule steht viermal wöchentlich für die Schulsozialarbeit eine Sozialpädagogin zu Verfügung, um Schülerinnen und Schülern bei der Bewältigung von persönlichen Konflikten zu helfen.

Ausbildung „Konfliktbewältigung“:
Eine große Anzahl unserer Lehrkräfte hat eine intensive zweijährige Ausbildung zur „professionellen Konfliktbewältigung in der Schule“ absolviert und lässt sich in diesem Bereich fortlaufend weiterbilden. Dies führt dazu, dass die Lehrkräfte bei der Analyse und Aufarbeitung von Konflikten nach einem einheitlichen System vorgehen.

Täter-/ Opferausgleich Bremen:
Die Schule kooperiert mit dem Täter-/ Opferausgleich in Bremen. Bei schwerwiegenden Konflikten wie etwa Mobbing oder körperlichen Auseinandersetzungen, für die durch schulinterne Maßnahmen keine Lösungen erreicht werden können, wird die Hilfe des Täter-/ Opferausgleichs in Anspruch genommen. Psychologen und Sozialpädagogen versuchen gemeinsam mit Tätern und/oder Opfern eine für beide Seiten konstruktive Lösung zu erreichen.

ZuP/ ReBuZ:
Bei unterschiedlichen persönlichen Konflikten und Problemen werden die Unterstützung und Beratung des ZuP bzw. des ReBuZ einbezogen. Diese Institutionen verfügen über ein breitgefächertes Hilfesystem für Schülerinnen und Schüler in schwierigen Lebenssituationen. Die Stabilisierung der jeweiligen Situation und die Stärkung der Kinder bzw. deren persönlichen Umfelds stehen im Fokus der Bemühungen.

Prävention im Bereich „Sucht/ Suchtgefahren“:
Neben der unterrichtlichen Behandlung des Themas „Sucht“ in seinen vielfältigen Ausprägungen, gibt weitere Angebote, um die Schülerinnen und Schüler über gruppen- und altersspezifische Fragestellungen zu informieren und aufzuklären. In den Jahrgangsstufen 6 und 7 finden beispielsweise regelmäßig entsprechende Veranstaltungen zum Themenfeld „Mediennutzung und Sucht“ statt. Wir organisieren diese Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit externen Beratungsbestellen und beziehen regelmäßig auch die Erziehungsberechtigten mit ein.

Kommunikationskette:
Konflikte werden grundsätzlich dort gelöst, wo sie entstanden sind. Sollte sich in einem Konfliktgespräch der betroffenen Personen keine Lösung finden lassen, wird die nächste Ebene der Kommunikationskette um Unterstützung gebeten.

Generell suchen wir bei Konflikten erst dann externe Unterstützung, wenn die schulinternen Hilfesysteme und Maßnahmen keine annehmbare Lösung entwickeln konnten. In solchen Fällen wird für z.B. für eine betroffene jeweilige Klasse ganz gezielt ein externes Angebot ausgewählt.

3.4.2 Soziales Engagement
Die weitergehende Auseinandersetzung mit sozialen und gesellschaftlichen Fragestellungen findet bei folgenden Aktivitäten statt:

Schule ohne Rassismus:
Der Barkhof ist Mitglied im Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Das Ziel des Netzwerkes besteht darin, Schülerinnen und Schüler zu sensibilisieren und ein aktives Vorgehen gegen Rassismus und jegliche Formen von Diskriminierung zu erreichen.

Schulprojekte:
In schulinternen Projekten beschäftigen sich unsere Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern mehrere Tage lang mit gesellschaftlich aktuellen und relevanten Themen, z.B.

- Flucht und ihre Ursachen

- Klimawandel und seine Folgen.

Sozialpraktikum:
In der 7. Jahrgangsstufe findet ein einwöchiges Sozialpraktikum statt. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten in unterschiedlichsten sozialen Institutionen und engagieren sich für die dort lebenden Menschen. Die umfangreiche Vor- und Nachbereitung des Praktikums im Rahmen eines Projekts gewährleistet eine umfassende Begleitung durch die Lehrkräfte. Ein längerfristiges Engagement der Schülerinnen und Schüler in sozialen Einrichtungen - außerhalb des schulischen Rahmens - ist ausdrücklich erwünscht.

3.5 Willkommenskultur
Als Schule ohne Rassismus begegnen wir allen Schülerinnen und Schülern aus verschiedenen Herkunftsländern, Kulturkreisen und verschiedener Religionen mit Wertschätzung. Wir stehen für einen respektvollen Umgang miteinander ein. Jede Schülerin und jeder Schüler erhält die Möglichkeit, unsere Schulkultur aktiv mitzugestalten.

Schülerinnen und Schüler, die noch ohne ausreichende Deutschkenntnisse an unsere Schule kommen, besuchen zunächst mit bis zu 16 Schülerinnen und Schülern einen sogenannten Vorkurs. Diese jahrgangsübergreifende, kulturheterogene Lerngruppe wird von einer Lehrkraft unterrichtet, die für das Fach Deutsch als Zweitsprache qualifiziert ist. Der Besuch des Vorkurses dauert in der Regel ein Jahr, um grundlegende Sprachkompetenzen zu erwerben.

Gemeinsam mit der ZuP-Leitung und der jeweils zuständigen Jahrgangsleitung berät die Vorkurslehrkraft, welcher Regelklasse die Schülerin oder der Schüler jeweils zugewiesen werden. Die betreffenden Klassenleitungsteams erhalten nähere Informationen und bereiten ihrerseits mit ihren Klassen die Aufnahme der neuen Schülerin oder des Schülers vor. Der schrittweise Übergang in die Regelklasse beginnt nach spätestens einem halben Jahr des intensiven Spracherwerbs. Für jedes Kind bzw. Jugendlichen wird Unterricht in ihrer zukünftigen Klasse passend ausgewählt. Der vollständige Wechsel aus dem Vorkurs in eine der Schulklassen geschieht jeweils zum Schulhalbjahr bzw. Schuljahresbeginn.

Manche Schülerinnen und Schüler brauchen auch nach dem Wechsel in die Regelklasse eine engmaschige Unterstützung für ihren weiteren Lernerfolg. Hierfür werden ihnen Förderkurse von externen Anbietern am Nachmittag in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch bereitgestellt. Parallel zum Unterricht in der zweiten Fremdsprache wird eine zusätzliche Sprachförderung seitens der Schule angeboten.

3.6.1 Rückmeldungen zum Lernstand und zur Lernentwicklung
Regelmäßige schriftliche und mündliche Rückmeldungen geben den Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern eine umfangreiche Orientierung über den Lern- und Entwicklungsstand des Kindes. Der Selbsteinschätzung der Schülerinnen und Schüler wird die Fremdeinschätzung der Lehrpersonen gegenübergestellt.

Es werden Vereinbarungen über folgende Lernschwerpunkte und - ziele getroffen und schriftlich festgehalten. Im Einzelnen finden die Elemente der Rückmeldung folgende Umsetzung:

Schriftliche Leistungsrückmeldungen für Lernabschnitte
Nach jeder schriftlichen Lernkontrolle oder der Fertigstellung von umfangreichen Produkten und Präsentationen erhalten die Schülerinnen und Schüler eine schriftliche Rückmeldung. Diese ist weitgehend einheitlich gestaltet und wird auch in den Jahrgängen ausgegeben, in denen mit Ziffernnoten zensiert wird.

Gespräche
Im Unterrichtsverlauf ergeben sich regelmäßig Gespräche und mündliche Rückmeldungen zum Lernstand und zu den folgenden Lernschritten der Schülerinnen und Schüler. Am Ende jeden Halbjahres findet ein Schüler-Eltern-Lehrer-Gespräch (SELG) statt. In diesem Gespräch ist ausreichend Zeit vorhanden, um ausführlich über die Lernentwicklung, die Erfolge und die folgenden Ziele zu sprechen.

Selbst- und Fremdeinschätzungen
Die Schülerinnen und Schüler lernen das Maß ihrer Kompetenzen einzuschätzen, indem sie vor jeder Lernkontrolle eine Checkliste bearbeiten und ausfüllen. Außerdem bereiten sie das SEL-Gespräch mit einem Selbsteinschätzungsbogen vor, der mit der Einschätzung der Lehrkraft abgeglichen wird.

Zielvereinbarungen
Am Ende der SEL-Gespräche werden gemeinsam jeweils neue Zielvereinbarungen entwickelt, die auch im Lernentwicklungsbericht (LEB) ausgedruckt und im Logbuch notiert werden.

Lernentwicklungsberichte und Zeugnisse
Die schriftlichen Rückmeldungen zum Lernstand erfolgen

- in den Klassen 5 und 6 als LEB zum Schuljahresende,

- in den Klassen 7 und 8 halbjährlich als LEB,

- in den Jahrgängen 9 und 10 halbjährlich mit einem Ziffernzeugnis.

3.6.2 Feedback-Kultur

Die Feedback-Kultur (→Konzept „Feedback“) ist einer der Grundsätze unserer Schule. Eine ausgeprägte Reflexions- und Rückmeldepraxis gehört zu den entscheidenden Treibern unserer Unterrichts- und Schulentwicklung.

Feedback und Evaluation sind grundsätzliche und regelmäßige Elemente im professionellen Handeln von Schulleitung und Lehrkräften. Ihre Wirksamkeit liegt in folgenden Aspekten begründet:

Sie nutzen Wissen und Erfahrungen aller Beteiligten,
sind unentbehrlich für erfolgreiche Lernprozesse,
sind ein Muss für eine gute Arbeitskultur und
eine Bedingung für eine demokratische Schule.
Dabei beachten wir, dass das Einholen eines Feedbacks bzw. einer Evaluation nur dann fruchtbare Ergebnisse bringt, wenn das Ergebnis zielgerichtet ausgewertet wird und eine Rückmeldung an den Feedback-Geber erfolgt.

Feedback und Evaluation entfalten ihre Wirksamkeit in Kreisläufen mit der Abfolge: Planen – Durchführen – Evaluieren – Bewerten, erneutes Planen – Durchführen - usw.

Rückmeldungen erfolgen umfangreich von allen relevanten Ebenen und Personengruppen der Schule. Ein regelmäßiges Feedback wird

von den Schülerinnen und Schülern an die Lehrerinnen und Lehrer,
von den Lehrerinnen und Lehrern an die Schülerinnen und Schüler,
von den Lehrerinnen und Lehrern an die Schulleitung und
von den Eltern an die Schule gegeben.
Für die Erfassung von Rückmeldungen nutzen wir verschiedene Instrumente und Feedbackverfahren, auf die sich das Kollegium geeinigt hat.

4.1 Jahrgangsteams
Unsere Schule ist in sechs Jahrgänge gegliedert, die jeweils drei Klassen und ein Team von Pädagogen umfassen. Jeder Jahrgang bildet mit seinen Schülerinnen und Schülern und dem Pädagogenteam eine besondere Einheit. Die Klassenlehrerinnen und –lehrer bilden mit ihren Co-Klassenlehrkräften das Jahrgangsteam, das die organisatorische und inhaltliche Arbeit im Jahrgang leistet und sich hierzu regelmäßig zu Planungs- und Koordinierungssitzungen trifft.

Um eine größtmögliche Konstanz und Kontinuität zu gewährleisten, begleiten die Klassenlehrerinnen und -lehrer ihre Klasse in der Regel von Jahrgang 5 bis Jahrgang 10. Die Räume eines Jahrgangs liegen auf einer Etage des Schulgebäudes. Die Klassenräume der Jahrgänge 5 und 6 liegen im Erdgeschoss, die Klassenräume der Jahrgänge 7 und 8 im 1. Obergeschoss und die Klassenräume der Jahrgänge 9 und 10 im 2. Obergeschoss.

4.2 Jahresplanung
Auf Grundlage der schulinternen Curricula erstellen die Jahrgangsteams die Jahresplanung für ihren Jahrgang. Hierzu geben die Fachteams die Unterrichtsthemen ihrer Fächer jahrgangsweise mit dem Zeitumfang und den Möglichkeiten der Reihenfolge an. Das Jahrgangsteam stellt diese Fachübersichten für seinen Jahrgang zusammen und legt die endgültige Themenreihenfolge fest. Dabei werden die inhaltlichen Bezüge der verschiedenen Fächer zueinander berücksichtigt.

Die Jahresplanung wird von jedem Jahrgang zu Beginn des Schuljahres veröffentlicht.

4.3 Klassen- und Jahrgangsfahrten
Die Teilnahme an Klassenfahrten ist für alle Schülerinnen und Schüler verbindlich. Klassenfahrten eines Jahrgangs finden immer in einem gemeinsamen Zeitfenster statt.

Jahrgang 5:
Im fünften Jahrgang findet eine „Kennenlernfahrt“ zu Beginn des Schuljahres statt. Diese Jahrgangsfahrt soll ca. vier Wochen nach Schulbeginn erfolgen, spätesten aber direkt nach den Herbstferien durchgeführt werden. Der Fokus dieser Fahrt wird auf gruppendynamische Prozesse gelegt, um so jede Schülerin und jeden Schülern sowie den gesamten Jahrgang in seiner Gesamtheit zu stärken. Bei einem dreizügigen Jahrgang soll die Jahrgangsfahrt generell in einem Bremer Schullandheim durchgeführt werden. Falls die räumlichen Kapazitäten nicht ausreichen, kann auf eine Jugendherberge im Bremer Umland zurückgegriffen werden.

Jahrgang 6:
Im sechsten Jahrgang ist die Klassen- bzw. Jahrgangsfahrt eng mit dem Projektthema „Wasser“ verknüpft. In der Regel wird ein Schullandheim oder eine Jugendherberge an der deutschen Nordseeküste ausgewählt, um theoretische Inhalte des Projekts nun praktisch erleben und erfahren zu können. Das Projekt „Wasser“ wird nach den Osterferien für die Dauer von sechs Wochen durchgeführt. Die Durchführung einer Klassen- bzw. Jahrgangsfahrt empfiehlt sich daher gegen Ende des Projekts.

Jahrgang 7:
In der siebenten Jahrgangsstufe ist die Durchführung einer Klassenfahrt/ Jahrgangsfahrt nicht vorgesehen. Zum einen findet im siebten Jahrgang das einwöchige Sozialprojekt statt, zum anderen müssen Kosten gespart werden, um eine Sprachenfahrt in der darauf folgenden Jahrgangsstufe realisieren zu können.

Jahrgang 8:
In dieser Jahrgangsstufe findet für alle Schülerinnen und Schüler eine verbindliche Sprachenfahrt statt. Hierbei handelt es sich um eine Fahrt, die entweder nach England oder Spanien und Frankreich führt. Die Aufenthaltsdauer beträgt in der Regel eine Woche. Die Sprachenfahrt sollte vorzugsweise kurz nach den Osterferien durchgeführt werden.

Jahrgang 9:
In dieser Jahrgangsstufe ist die Durchführung einer Klassenfahrt/ Jahrgangsfahrt nicht vorgesehen, da ein verbindliches mehrwöchiges Betriebspraktikum stattfindet.

Jahrgang 10:
In der zehnten Jahrgangsstufe ist zu Beginn des Schuljahres – möglichst erst etwa vier Wochen nach Schulbeginn - eine Klassen- bzw. Jahrgangsfahrt vorgesehen. Diese Fahrt dient u.a. dazu, dass sich der Klassenverband bzw. der Jahrgang nochmals fokussiert und stärkt, um die anstehenden umfangreichen schulischen Aufgaben (z.B. Abschlussprüfungen) in einer funktionierenden Klassengemeinschaft bewältigen zu können. Diese Fahrt sollte möglichst in Deutschland bzw. im benachbarten europäischen Ausland durchgeführt werden (z.B. Niederlande, Dänemark, Polen etc.).

5.1 Unterricht in Schwerpunkten
5.1.1 Schulschwerpunkte

Unsere Schule bietet die Schulschwerpunkte Musik/Theater/Kunst und Mathematik/Naturwissenschaften an. Sie fördern die Persönlichkeit, eigenständige Arbeitsweisen, Kreativität, Forschergeist, naturwissenschaftliche Kompetenz und technisches Verständnis. Dabei werden diese Schwerpunkte unterschiedlich gewichtet.

Musik/Theater/Kunst
Der Musik/Theater/Kunst-Schwerpunkt ist ein die gesamte Schule umfassender Schulschwerpunkt. Die verstärkte Förderung und Begegnung mit Musik, Theater und Kunst findet regelmäßig für alle Schülerinnen und Schüler statt.

Ein vertiefendes Angebot in diesen Bereichen bietet die Möglichkeit

- die gesamte, heterogene Schülerschaft umfangreich intellektuell und persönlich zu fördern.

- ein positives, kindgerechtes Schulklima zu entwickeln.

- regelmäßig Arbeitsergebnisse zu erarbeiten und der Schulöffentlichkeit zu präsentieren.

Am Barkhof besteht eine Kooperation mit den Bremer Philharmonikern. Die Konzeption dieser Kooperation basiert auf regelmäßige, die Schulzeit begleitende Begegnungen mit den Musikern und der Musik der Philharmoniker. Dabei werden der Inhalt und die Form der Begegnung den Bedingungen und Bedürfnissen der jeweiligen Altersgruppe angepasst.

Unsere Schule ermöglicht in Kooperation mit der Musikschule Bremen Instrumentalunterricht am Nachmittag. Zusätzliche Angebote, die über die finanziellen Möglichkeiten der Schule hinausgehen, können Elternbeiträge erfordern. Wir sorgen hier bei Bedarf in Einzelfällen für einen individuellen Ausgleich durch eine Ermäßigung der Beiträge.

Mathematik/Naturwissenschaften
Der mathematisch-naturwissenschaftliche Schwerpunkt ist ein Wahlangebot, das für alle interessierten Schülerinnen und Schülern offen ist.

Unsere Schule stellt für mathematisch-naturwissenschaftlich interessierte und begabte Kinder Angebote zur Verfügung, in denen sie einen persönlichen Schwerpunkt in diesem Bereich ausbilden können.

5.1.2 Organisation der Schwerpunkte

Die Schulschwerpunkte sollen allen interessierten Schülerinnen und Schülern zugutekommen, daher werden keine Schwerpunktklassen eingerichtet. Die Arbeit in den Schwerpunkten hat eine regelmäßige Präsentation von Ergebnissen und eine rege Teilnahme an Wettbewerben und Bundesbegegnungen zur Folge.

Die Schulschwerpunkte finden sich am Vormittag in den Schwerpunktbändern wieder, die als Wahlpflichtbänder organisiert sind. In diesen Bändern werden die Fächer Musik, Theater, Kunst, WAT und NW angeboten.

In den Jahrgängen 5 – 8 finden zwei Schwerpunktbänder in der Woche statt, in den Jahrgängen 9 und 10 eins. Für jeden Unterrichtsblock wählen die Schülerinnen und Schüler einen Schwerpunkt für die Dauer von zwei Jahren. Einzige Auflage für ihre Wahl ist, dass mindestens ein Fach aus dem Bereich der ästhetischen Bildung (Kunst, Musik oder Theater) kommen muss. Unsere Schülerinnen und Schüler haben durch diese Organisation die Möglichkeit, ihren persönlichen Neigungen stärker nachzugehen.

Am Nachmittag gibt es zusätzliche Angebote, die teilweise an den Vormittagsunterricht gekoppelt sind (Musik- und Theater-intensiv), oder in Form einer Arbeitsgemeinschaft (Logik-Labor, English Drama) stattfinden.

5.2 Unterricht in der zweiten Fremdsprache
Dem Erlernen von Fremdsprachen und der Begegnung mit Lebensweisen und Kulturen anderer Länder kommt eine große Bedeutung zu, die absehbar noch weiter zunehmen wird. Am Barkhof versuchen wir dieser Bedeutung durch ein besonderes Konzept zu entsprechen. Demnach lernen alle Schülerinnen und Schüler ab der 6. Jahrgangsstufe Spanisch oder Französisch als zweite Fremdsprache. Ausgenommen sind hiervon Schülerinnen und Schüler,

die im Rahmen der Inklusion erhöhten Förderbedarf haben. Sie erhalten alternativen Unterricht in Kleingruppen bei der sonderpädagogischen Lehrkraft.
die aus der Vorbereitungsklasse kommen. Sie erhalten ein Sprachförderangebot.
die ohne Fremdsprachenkenntnisse Spanisch/Französisch aus einer anderen Schule kommen und bei denen ein verspäteter Einstieg zu einer übermäßiger Belastung führen würde.
Über Ausnahmen entscheidet die ZuP-Leitung in Abstimmung mit der Jahrgangleitung und anderen betroffenen Personen.

Der Unterricht der zweiten Fremdsprache bietet vielfältige und differenzierte Zugänge zum Spracherwerb und zum kulturellen Lernen.

Ab dem 9. Jahrgang treffen alle Schülerinnen und Schüler, die am Unterricht der 2. Fremdsprache teilgenommen haben, die Entscheidung, ob sie

weiterhin die 2. Fremdsprache bis zum Ende der 10. Klasse lernen, oder
an einem alternativen Wahlpflicht-Angebot (WP) teilnehmen. Das WP-Angebot ist abschlussorientiert und bietet Inhalte aus den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch.
5.3 Berufsorientierung
Wir verstehen die Berufsorientierung (→Konzept „Berufsorientierung“) als Prozess der Annäherung und Abstimmung zwischen zwei Seiten. Auf der einen Seite stehen die Jugendlichen, die sich orientieren und dazu zunächst ihre eigenen Interessen, Wünsche und Kompetenzen kennenlernen müssen. Auf der anderen Seite stehen die Bedarfe und Anforderungen der Arbeitswelt und der Gesellschaft. Beide Seiten sind geprägt von sich wandelnden gesellschaftlichen Werten, Normen und Ansprüchen und von den technologischen und sozialen Entwicklungen im Wirtschafts- und Beschäftigungssystem.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, sehen wir die Berufsorientierung als fächerübergreifende Querschnittsaufgabe an. Wir möchten unsere Schülerinnen und Schüler umfassend dabei unterstützen, ihre Persönlichkeit zu entwickeln und die Anforderungen moderner Arbeits- und Lebenswelten zu bewältigen. Neben den konkreten berufsorientierenden Maßnahmen der Berufsberatung, den Betriebsbesichtigungen und den Praktika sind für uns das regelmäßige Präsentieren der Arbeitsergebnisse und das soziale Lernen von großer Bedeutung.

Alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 9 und 10 erhalten nach einer allgemeinen Einführung im Berufsinformationszentrum (BIZ) eine individuell angepasste Berufsberatung in der Schule. Diese Beratung erfolgt durch die Mitarbeiter/in des BIZ sowie durch die schulinterne Fachkraft für Berufsorientierung.

Alle Schülerinnen und Schüler nehmen an folgenden Praktika teil:

Ein einwöchiges Sozialpraktikum im 7. Jahrgang in sozialen Einrichtungen wie z.B. Altenheim, Obdachlosen- und Flüchtlingshilfe, Kindergarten, usw., und
ein dreiwöchiges Betriebspraktikum im 9. Jahrgang.
Die Schülerinnen und Schüler berichten von ihren Praktikumserfahrungen und stellen ihre Arbeitsergebnisse im Rahmen einer Praktikumsausstellung vor.

Zusätzlich gibt es noch folgende berufsorientierende Maßnahmen für einzelne Schülerinnen und Schüler:

Im 8. Jahrgang besuchen die Schülerinnen und Schüler während mehrwöchiger Werkstattphasen an einem Tag in der Woche verschiedene Werkstätten der Berufsschulen.
Im 10. Jahrgang ist ein weiteres Betriebspraktikum möglich, wenn es von der Schule befürwortet wird.
Es finden in den Jahrgangsstufen verschiedene Betriebsbesichtigungen statt. Alle Schülerinnen und Schüler nehmen in den Jahrgängen 5 – 9 am „Zukunftstag“ („Girls` Day“ bzw. „Boys` Day“) teil.

6.1 Offener Anfang
Ab 7.45 Uhr sind die Jahrgangsbereiche einschließlich der Klassenräume geöffnet. Die Schülerinnen und Schüler können in diesem "Offenen Anfang" bis 8.10 Uhr ihren Interessen nachgehen: Klassendienste erledigen, sich besprechen, üben, musizieren, erzählen, Aufgaben erledigen, spielen oder einfach nur "ankommen". Der gemeinsame Unterricht beginnt um 8.15 Uhr mit einem Anfangsritual.

6.2 Tagesstruktur
Während der Anwesenheit der Schülerinnen und Schüler in der Schule wechseln sich Phasen der Anspannung und Entspannung, angeleitetes und freies Lernen ab. Die im Folgenden aufgezählten Stundenplanelemente sind Teil der Tagestruktur an unserer Schule. Sie werden nicht in allen Jahrgängen mit derselben Intensität angewendet, da die unterschiedlichen Altersgruppen gelegentlich unterschiedliche Angebote benötigen.

"Offener Anfang"
Fachunterricht
selbständiges Lernen
Arbeitsplan
Schwerpunkte
Arbeitsgemeinschaften
Der "Standard-Stundenplan" wird ergänzt durch

Projekte
Praktika
Exkursionen
Schulfahrten
Auf Pausensignale wird verzichtet.
Es wird nur in Blöcken von 90 bzw. 75 Minuten unterrichtet.

6.3 Wochenstruktur
Die Schulwoche wird nach Möglichkeit vom Unterricht mit dem Klassenlehrer oder der Klassenlehrerin eingerahmt. Am Montag ist im Morgenkreis Gelegenheit, über Erlebnisse zu berichten und sich auszutauschen.

Am Freitag können im Klassenrat sämtliche Klassenangelegenheiten geregelt, sowie die Wochenreflexion im Logbuch festgehalten werden. Mit zunehmendem Alter sollen die Schülerinnen und Schüler die Fähigkeit erwerben, den Klassenrat selbstständig anzuleiten und durchzuführen. In den höheren Jahrgängen können im Klassenrat auch vermehrt gesellschaftliche Themen diskutiert werden.

Die Eltern bilden einen wichtigen Teil der Schulgemeinschaft. Elternbeteiligung ist ausdrücklich gefragt und gewünscht. Elternbeteiligung trägt wesentlich zum Schulerfolg der Kinder und Jugendlichen bei. Dabei werden die Eltern unserer Schule nicht nur als passive Informationsempfänger, sondern als aktive Mitgestalter der Schule gesehen.

Dies äußert sich auf unterschiedlichen Ebenen:

Im Schulalltag bilden die Eltern gemeinsam mit dem Kind/Jugendlichen und mit den Fach- und Klassenlehrern ein konstruktives Kooperationsteam. Unterricht und Lerninhalte sind transparent gestaltet und verbindlich festgelegt. Transparenz schafft Vertrauen und Sicherheit bei allen Beteiligten.
Lehrer und Eltern tauschen sich regelmäßig über die Entwicklung der Kinder in persönlichen Gesprächen wie z. B. den Schüler-Eltern-Lehrer-Gesprächen und an Elternabenden aus. Die Fach- und Klassenlehrer stehen zudem für Fragen und Gespräche zur Verfügung. Probleme und Konflikte werden im Zusammenwirken mit den Eltern gelöst.
Die Kinder präsentieren sich und ausgewählte Unterrichtsinhalte bei Veranstaltungen wie den „BaFos“ (Barkhof-Forum), Tanz-, Theater- und Musikaufführungen und Projektpräsentationen.
Über gemeinsame Schulfeste pflegen die Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrerkräfte gemeinsame Begegnungen.
Die Eltern wirken in den Schulgremien mit und beteiligen sich damit am unmittelbaren Schulgeschehen. Gewählte Elternvertreter vertreten die Belange der Elternschaft in den Jahrgangskonferenzen, dem Elternbeirat, der Schulkonferenz, der Gesamtkonferenz und in der Steuergruppe. Über die Steuergruppe können Elternvertreter wichtige Impulse für die Schulentwicklung geben.
Die Eltern sind eingeladen, ihre Kompetenz in der Schule einzubringen. Dies kann beispielsweise im Rahmen von angebotenen Arbeitsgemeinschaften oder von Vortrags- oder Diskussionsabenden geschehen.
Weitere Beispiele für engagierte Elternarbeit sind:

das Schulentwicklungsforum, das etwa halbljährlich stattfindet und einen Austausch von Eltern, Lehrern und Schulleitung über neue Ideen zur Schulgestaltung und -entwicklung ermöglicht.
der Elternchor, der sich zwei Mal im Monat in den Räumen der Schule trifft. Die aktuellen Termine des Elternchors und weitere Informationen finden Sie hier....
Unterstützung bei Schulfesten und Veranstaltungen.
Eine engagierte Elternschaft ist eine Bereicherung für unser Schulleben!