Ist unsere Schule ohne Musik vorstellbar?

Natürlich. Aber, sie wäre sicher eine andere!
Der Barkhof lebt Musik und atmet Musik. Es ist nun nicht so, dass alles Wichtige und Bedeutsame an dieser Schule mit Musik zusammenhängen würde. Aber wer genauer hinschaut (oder hinhört), stellt fest, dass dem Barkhof eine besondere musikalische Seele innewohnt.
Kaum eine Veranstaltung, bei der nicht musiziert oder gesungen wird, kaum eine Präsentation, die nicht musikalisch umrahmt wird. 
Was es nun genau damit auf sich hat, mit der Musik am Barkhof, dazu hier ein paar Worte:

Was es alles dazu braucht und was es davon gibt.

Weil es ein überdurchschnittlicher Musik-Schwerpunkt sein soll, braucht es von allem mehr, als man gewohnt ist.  Man braucht dafür engagierte Personen, Menschen, die viel können und umso mehr erreichen möchten. Auch braucht es ein optimales Umfeld, mit großzügigen Räumlichkeiten, damit es immer gleich ohne Umschweife zur Sache gehen kann. Selbst wenn viele Kinder gleichzeitig etwas ganz Unterschiedliches üben sollen. Dazu noch die Instrumente, und zwar ganz viele davon, ohne die braucht man gar nicht erst anzufangen. Die müssen nicht nur besorgt und bezahlt, sondern auch versichert, gepflegt und betreut werden (vom hin- und hertragen ganz zu schweigen).

Und was wäre das alles ohne attraktive Veranstaltungen?

Genau, es wäre für die Katz´! Denn nur, wenn man zeigen kann, was man kann, strengt man sich besonders an.
Man sieht, es ist reichlich viel von allem, was man so braucht, wenn es besonders gut werden soll. Und?, fragt man sich, was alles gibt es davon am Barkhof?

Wir antworten, zu recht ziemlich stolz: Gibt´s schon, all das haben wir! Ohne einen Unterstützerkreis bekommt man das natürlich nicht so gut hin, bei uns sind das unsere beiden Schulvereine und viele großzügige Spender.

Nun gut, die Bedingungen sind also optimal. Was wir daraus machen, dazu gibt es natürlich auch einiges zu sagen.

Beginnen wir mit dem Unterricht, unserem Kerngeschäft.

Der Musikunterricht am Barkhof ist als Wahlpflicht-Angebot organisiert. Haben sich die Kinder für Musik entschieden, stehen ihnen zwei verschiedene Angebote zur Auswahl. Sie können Musik als Fach wählen und erhalten damit eine praxisorientierte, allgemeinmusikalische Ausbildung. Hier geht es um die ganze Breite der Musik, mit Instrumenten oder am Computer, um Gesang und um Tanz. Natürlich geht es auch um die Musik in der Geschichte und um die nötige Theorie.

Alternativ dazu kann jedes Kind im 5. Jahrgang Mitglied im Jahrgangsorchester werden, was bei uns intern auch unter der Bezeichnung „Musik-intensiv“ geläufig ist. Mit Fug und Recht kann man die Jahrgangsorchester als Leuchttürme unserer Schule bezeichnen. Für die „Orchester“ finden sich in jedem Jahrgang zwischen 20 und 30 Kinder, die ein Instrument erlernen und gemeinsam mit anderen musizieren möchten. So viele junge Instrumentalisten mit den unterschiedlichsten Instrumenten, das muss man einfach Orchester nennen. Stilistisch führt der Begriff aber vielleicht in die Irre, aus musikalischer Sicht müsste es wohl eher Big-Band heißen.

Wir nennen die Orchesterarbeit „intensiv“, weil das musikalische Pensum dieser Kinder überdurchschnittlich ist. Sie erhalten vier Unterrichtsstunden Musik pro Woche im Orchester, dazu eine Stunde Instrumentalunterricht. Wer sich für dieses Angebot entscheidet, erklärt sich zu einer konzentrierten und intensiven Mitarbeit bereit. Nun, der Aufwand lohnt sich. Nach ein paar Monaten Probenarbeit kann so ein Jahrgangsorchester schon ein großes Publikum begeistern! Schritt für Schritt, Jahr für Jahr kann man die musikalische Entwicklung dieser Ensembles verfolgen und wirklich, es klappt einem so manches Mal die Kinnlade herunter. Herr Temme, wie schaffen Sie das?

Fahren wir fort mit unseren Kooperationspartnern.

Na klar, Kooperationen gehören dazu. Aber nur die Unterschrift unter ein Stück Papier setzen, damit ist es nicht getan. Mit Leben muss sie gefüllt werden und das geht nur über lebendige Kontakte. Mit unseren beiden Partnern, der Musikschule Bremen und den Bremer Philharmonikern gelingt das ausnehmend gut!

Die Musikschule Bremen ist unser verlässlicher Partner in Sachen Instrumentalunterricht. Sie versorgt uns mit kompetenten Instrumentallehrern und hilft die Verwaltung des umfangreichen Angebots zu stemmen. Denn es ist nicht zu leugnen,  was bei uns am Nachmittag im Barkhof stattfindet ist wie eine kleine Musikschule in der Schule. Schätzungsweise 100 Kinder lernen zur Zeit bei uns ein Instrument zu spielen. Das ist fast jedes zweite Kind, das unsere Schule besucht.

Von Beginn an bereichert die Zusammenarbeit mit den Bremer Philharmonikern unseren Schulalltag und unseren Musikschwerpunkt. Das geschieht bei den gemeinsamen Veranstaltungen, den anregenden Konzertbesuchen und den Begegnungen der Kinder mit professionellen Musikern. Als herausragendes Beispiel dafür, dass unsere Kooperation mit den Philharmonikern tatsächlich (und wie!) lebt, muss man unsere Groß-Veranstaltung „Tanz über´s Wasser – der Barkhof tanzt“ aus dem Juni 2014 nennen.

Außerdem ist unsere Schule auch ein Ort der musikalischen Begegnung. Alle 14 Tage probt in unserer Aula der Bar(k)chor, ein vor allem aus Eltern bestehender Chor. Der Apfel fällt ja bekanntlich nicht weit vom Stamm und mit Hilfe des Bar(k)chores erkennen wir gut die Herkunft der musikalischen Neigung unserer Schüler/innen. Auch die Bremer Lehrer-Big-Band trifft sich einmal im Monat zum Proben in unserem Hause. Beide Ensembles kann man regelmäßig bei unseren Schulfesten hören!

Wem das nicht genügt, der…

sollte sich selbst ein Bild davon machen. Einfach ab und zu auf dieser Homepage nach Terminen Ausschau halten, das sollte genügen. Und wenn es das nächste Konzert gibt, dann schnell hin. Sich verwundert die Augen reiben, dass so ein Konzert das Ergebnis von Schulunterricht sein kann. Oder einfach nur die Augen schließen und genießen, so geht´s auch.

Zum Seitenanfang