Aktuelle Berichte und Fotos aus dem Mathematikbereich:

Mathelier der Uni (1), (2), Mathenacht 2011, Mathenacht 2012Mathenacht 2013Mathenacht 2014Schachmeisterschaften 2014, Logik-Labor 2014

 Unser Konzept einer umfangreichen Mathematik-Förderung

Die Entwicklung der mathematischen Fähigkeiten aller Schülerinnen und Schüler erfährt an unserer Schule besondere Beachtung.

Wir stellen hierfür diese vier Bausteine zur Verfügung:

1. Ein anregendes und zeitgemäßes Unterrichtskonzept.

2. Eine anspruchsvolle mathematische Förderung und Vorbereitung auf Mathematik-Wettbewerbe im "Logik-Labor". Dazu Schachtraining.    

3. Die regelmäßige Teilnahmemöglichkeit an Wettbewerben für alle interessierten Schülerinnen und Schüler.

4. Die intensive Grundlagen-Förderung in Kleinstgruppen.

 

1. Ein anregendes und zeitgemäßes Unterrichtskonzept. 

Um unser Unterrichtskonzept zu beschreiben, braucht es schon viele Worte. Wie wäre es mit ein paar erklärenden Schlagworten, um den Text in erträglichen Ausmaßen zu halten?

Unser Unterricht ist themenorientiert, ja, so wie unser Lehrwerk: "Mathe Live". Da gibt es für uns zur Zeit nichts Besseres auf dem Markt. Genau passend für unsere Schule. Mathematik in Zusammenhängen, die der Lebenswelt der Kinder entsprechen. Etwa das Rechnen rund um Haustiere. Oder das (Ver-) Teilen von Pizzen und Schokoladen bei der Einführung der Brüche. Möglichst immer auch anwendungsbezogen.

Unser Mathematikunterricht ist kompetenzorientiert und das muss er auch sein. Sagt die Behörde. Und auch die KMK.

Anschaulich! Auf jeden Fall. Mathematik kann jeder verstehen. Manchmal muss man dafür basteln, schneiden, zeichnen, präsentieren. Sachen durch die Gegend rollen, experimentieren, beobachten! Und dann: Muster suchen, Zusammenhänge erkennen. Regeln finden und formulieren. Ab und zu auch einfach mal auswendig lernen!

Modern und abwechslungsreich. Moderne Unterrichtsmethoden gehören einfach dazu. Gruppenpuzzle und Lerntempoduett, das aktiviert und macht Spaß. Methodenvielfalt ist für uns kein hohles Schlagwort, sondern Alltag. Nicht als Selbstzweck, sondern der besseren Lernergebnisse wegen. 

 

2. Eine anspruchsvolle mathematische Förderung und Vorbereitung auf Mathematik-Wettbewerbe im "Logik-Labor". Dazu Schachtraining.  

Das Logik-Labor steht allen Kindern offen, die sich einmal in der Woche gedanklich mit dem Lösen mathematischer Probleme und Aufgaben, mit dem Spielen von Schach und anderer interessanter Spiele beschäftigen wollen. Aber: Wer mitmacht, macht auch mit! Bei allen Mathematik-Wettbewerben. Und den Bremer Schachmeisterschaften. Ehrensache!

3. Die regelmäßige Teilnahmemöglichkeit an Wettbewerben für alle interessierten Schülerinnen und Schüler. 

Känguru, Olympiade, Mathenacht, Mathe-Kalender. Wir wollen überall dabei sein. Mitmachen, wann immer es geht. Aber auch darauf vorbereiten, Trainingszeiten zur Verfügung stellen. Denn mitmachen allein um des Mitmachens willen, davon hat keiner etwas.

Nur durch Übung lernt man anspruchsvolle Probleme lösen, kann man sich schnell ein Bild (oder eine Zeichnung) von einer komplexen Aufgabenstellung machen. Um danach Schritt für Schritt der Lösung näher zu kommen. 

Unsere Teilnahmen und Erfolge bisher:

2011: Mathenacht mit 6 Kindern, 2. Runde erreicht;
2012: Teilnahme an Känguru 2012 mit 25 Kindern, Teilnahme an den Bremer Schulschachmeisterschaften (9. Platz), Mathenacht mit 18 Kindern, beide Alterklassen erreichen die zweite Runde. Die 6.-Klässler verfehlen die 3. Runde nur sehr knapp!
2012/13: Teilnahme an der Regionalrunde der Mathematik-Olympiade mit 8 Kindern. Preise: Ein erster Preis, zwei dritte Preise und zwei Annerkennungspreise. Noah F. aus dem 6. Jahrgang hat sich für die Landesrunde qualifiziert und dort einen Anerkennungspreis gewonnen. Erstmalige Teilnahme an Pangea, einem Wettbewerb, der Känguru ähnelt. Noah U. aus dem 5. Jahrgang erreicht die Zwischenrunde! Teilnahme an den Bremer Schulschachmeisterschaften, diesmal schon mit zwei Mannschaften (8. Platz, 14. Platz).
2013/14:  An der Mathe-Olympiade nehmen weiterhin nur 8 Kinder teil. Es ist mit Abstand der schwerste Wettbewerb. Es gibt mehrere Preise, aber keiner schafft den Sprung in die nächste Runde.
Dann aber die Teilnahme an der Mathenacht mit diesmal schon 30 Kindern. Alle Jahrgänge erreichen die zweite Runde! Für die dritte Runde fehlen den 6. Klässlern nur eine Lösung. Aber um 4.00 Uhr nachts mussten wir dann mal Schluss machen....
 

4. Die intensive Grundlagen-Förderung in Kleinstgruppen.

Zunächst  eine erstaunliche Erkenntnis:

Fördern macht glücklich!            Wen?   Den Lehrer oder die Lehrerin natürlich!              Wie bitte?       Ja. 

Das Fördern von Kindern hält viele beglückende Momente bereit: Das Leuchten der Augen, wenn etwas verstanden wird. Die gelingende Kommunikation, wenn Schüler/in und Lehrer/in sich voll und ganz der gleichen Sache widmen. Die "Unplanbarkeit" des Förderunterrichts - er treibt vorwärts, wird durch plötzliche Erkenntnisse beschleunigt, geht zurück zu den Anfängen, dreht sich im Kreis usw. Kein allzu fester Plan beschränkt seine Reise, keine Zeit- und Lernvorgabe presst ihn in ein Korsett. Ankommen garantiert - nur wann und wie ist völlig offen!

Anlass: Es ist kein Geheimnis, es ist auch an allen anderen Schulen so. In jedem Jahr kommen Schülerinnen und Schüler zu uns neu an die Schule, die wichtige mathematische Grundlagen, Inhalte und Zusammenhänge nur unvollständig oder falsch verstanden haben.

Was tun? Nach unserer Ansicht muss hier zielgerichtet angesetzt werden. Unkorrigierte Fehlvorstellungen der mathematischen Grundlagen können den ganzen weiteren Lernerfolg bis zur 10. Klasse massiv gefährden. Und eins ist klar: Individuelle mathematische Fehlvorstellungen verschwinden nicht von alleine!

Unser Konzept: Alle Kinder jedes 5. Jahrgangs werden mit einem schematisch ablaufenden, einheitlichen Test erfasst. Dieser Test entspricht in keinster Weise einer Diagnose, er zeigt nur mit einer hohen Wahrscheinlichkeit das Fehlen rechnerischer Kompetenzen an. Nicht mehr, nicht weniger. Kinder, die hierbei einen gewissen Prozentsatz richtig bearbeiteter Aufgaben nicht erreichen, werden in einem halbstündigen, intensiven Einzelgespräch noch einmal mit verschiedenen mathematischen Aufgaben konfrontiert. Erst hierbei zeigen sich die individuellen Fähigkeiten und Lernbedarfe deutlicher, eine vorläufige Förderkonzeption kann individuell erstellt werden.

Nun folgt das Kernelement, die Förderung: Alle Kinder, bei denen eine intensive Förderung angesagt erscheint, erhalten nun in Kleinstgruppen, wenn möglich sogar einzeln, Förder-Unterricht. Unterricht am Vormittag, während der normalen Unterrichtszeit. Der Förderunterricht besteht aber nicht aus belehrendem Lehrerhandeln oder schematischen Rechenübungen, man kann es eher als ein sokratisches Gespräch, als einen mathematischen Dialog beschreiben. Anknüpfend an das vorhandene Verständnis, wird mit anschaulichen Materialien über Stellenwerte, Rechenarten, Zahlen, usw. gesprochen. Dabei werden Fehlvorstellungen korrigiert, das Verständnis ausgebaut und erweitert, Wissen gefestigt.

Lohnt sich der Aufwand? Für das Kind: Auf jeden Fall! Für den Lehrer: Natürlich auch, es macht  wie gesagt glücklich (s.o.)!

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