Für alle Lehrkräfte unserer Schule besteht die wichtige Querschnittsaufgabe darin, den Schülerinnen und Schülern allgemeine Lernmethoden und -kompetenzen zu vermitteln, die man unter der Bezeichnung „das Lernen lernen“ zusammenfassen kann. Hier sind vor allem zu nennen:

  • Die Steuerung des eigenen Lernverhaltens,
  • die bewusste Anwendung von Lerntechniken,
  • die Präsentation von Arbeitsergebnissen,
  • die Entwicklung und Bearbeitung eigener Aufgaben und Fragestellungen und
  • die Reflexion des eigenen Lernverhaltens.

Um eine stetige Weiterentwicklung dieser Kompetenzen zu gewährleisten, müssen alle Fächer für diesen Bereich Zeit und Aufmerksamkeit aufwenden. Auf folgende Vorgehensweisen hat sich das Kollegium geeinigt:

3.1.1 Arbeitsplanunterricht

An mindestens sechs Stunden pro Woche lernen die Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Arbeitsplanunterrichts (→Konzept „Arbeitsplanunterricht“). Die Unterrichtszeit für den Arbeitsplanunterricht wird von verschiedenen Fächern zur Verfügung gestellt, wie es im Arbeitsplankonzept der Schule ausgeführt ist. Der Arbeitsplanunterricht basiert auf zwei Kernideen:

  • Individualisierung (Unterrichtsinhalte, Lernmenge, Lernwege)
  • Förderung des selbstständigen Lernens

Eine erhöhte Individualisierung und Selbststeuerung bei Lernprozessen kann nur erreicht werden, wenn eine Außensteuerung verringert wird. Daraus folgt, dass die Rolle der Lehrkräfte im Arbeitsplanunterricht der eines Lernbegleiters und Lernberaters ähnelt.

Die Schülerinnen und Schüler lernen im Arbeitsplanunterricht

  • aus eigenem Antrieb zu arbeiten,
  • sich Ziele und Herausforderungen zu setzen,
  • ihre Arbeit zeitlich einzuteilen,
  • ihre Arbeit zu strukturieren,
  • die Ergebnisse ihrer Tätigkeit zu überprüfen,
  • sich mit anderen abzusprechen und zusammen zu arbeiten,
  • die Unterrichtsangebote und ihr eigenes Lernverhalten zu reflektieren.

Um die Eigenverantwortlichkeit der Schülerinnen und Schüler bezüglich ihres Lernverhaltens zu stärken und den Lehrkräften Zeit für Beratungstätigkeiten zu verschaffen, gibt der Grundsatz „Beratung geht vor Kontrolle“ eine Orientierung. Dabei sollte ein gesundes Maß zwischen Selbst- und Außensteuerung angestrebt werden und eine Kontrolle der Arbeitsergebnisse im Rahmen von regelmäßigen Stichproben erfolgen.

Der Arbeitsplanunterricht beginnt mit einer 20-minütigen Stillarbeitsphase, in der Gespräche nicht gestattet sind. Damit sind in dieser Phase auch Partner- oder Gruppenarbeiten ausgeschlossen.

Der wöchentliche Arbeitsplan endet mit einer Phase im Unterricht, in der die Schülerinnen und Schüler ihr Lernverhalten der vergangenen Woche reflektieren.

3.1.2 Projekte

Der Projektarbeit (→Konzept „Projekte am Barkhof“) kommt an unserer Schule als schülerorientierte, differenzierende und Lebenskompetenz vermittelnde Unterrichtsform ein hoher Stellenwert zu. Projektarbeit hat die Erarbeitung eines Produkts und einer Präsentation zum Ziel. Alle Projekte enden aus diesem Grund mit einer Ausstellung oder Präsentation vor der Schulöffentlichkeit. Wichtigstes Charaktermerkmal der Projektarbeit an unserer Schule ist das Erarbeiten und Beantworten von selbst entwickelten Forschungsfragen durch die Schülerinnen und Schüler.

Als weiteres wichtiges Element der Projektarbeit ist das Bemühen aller Fächer zu nennen, im Projektzeitraum inhaltliche Anknüpfungspunkte zum Projektthema zu finden. Somit ist wiederum die Auswahl der Projektthemen davon abhängig, ob sich Bezüge zu den Fachinhalten verschiedener Fächer finden lassen.

In jedem Jahrgang findet mindestens ein Projekt im Zeitraum von etwa 6 Wochen statt. In dieser Zeit stellen drei Fächer je einen Unterrichtsblock für die Projektarbeit der Schülerinnen und Schüler zur Verfügung.

Im Projektkonzept der Schule sind die Oberthemen der Projekte in den verschiedenen Jahrgängen sowie die Fächer, die Unterrichtszeit für die Projektarbeit zur Verfügung stellen, festgelegt.

Folgende Abweichungen sind verabredet:

  • Das Projekt in Jahrgang 7 enthält ein einwöchiges Sozialpraktikum, ist mit etwa vier Wochen Dauer etwas kürzer und findet nur an zwei Blöcken pro Woche statt.
  • Für die Projektarbeit im Jahrgang 10 ist im ersten Halbjahr ein Block pro Woche vorgesehen.

Neben diesen Projekten auf Jahrgangsebene gibt es noch folgende Projektformen:

  • Schulprojekte:

Alle zwei Jahre finden 2 – 3 schulübergreifende Projekttage zu einem Thema statt. An diesen Tagen arbeiten die Schülerinnen und Schüler jahrgangsgemischt an Themen wie z.B. Flucht, Umweltschutz, soziale Gerechtigkeit.

  • Jahrgangsprojekte:

Der Jahrgang 7 führt Projekttage zum Thema „Schule ohne Rassismus“ durch. Der Jahrgang 10 hinterlässt „Spuren“ mit dem gleichnamigen Projekt.

  • Fachprojekte:

In verschiedenen Fächern gibt es projektorientierte Arbeitsphasen, wie z.B. „dream house“, „dream school“ (EN), „Außergewöhnliche Wohnhäuser“ (MA).

3.1.3 Methodenlernen

Auch der Erwerb methodischer Kompetenzen ist eine Querschnittaufgabe aller Fächer. Hier bilden sich allerdings Schwerpunkte in einzelnen Fächern (z.B. Gesellschaft und Politik, Deutsch), in denen die Anwendung bestimmter Methoden einen größeren Stellenwert als in anderen Fächern einnimmt. Folgende fünf Methoden sind im Methodencurriculum verankert:

  • „Lernplakat“
  • „Lesemethode“
  • „Spickzettel-Vortrag“
  • „Richtig lernen“
  • „Schreiben mit Methode“

Weitere Methoden werden in den einzelnen Fächern vermittelt, z.B. „interaktive Präsentation“ oder „Folienpräsentation“.

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